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Donnerstag, 29. März 2012

Lieferung, die Erste und Letzte oder nur das Schnupperangebot?

So ganz grob und knapp zwei Monate nach meiner Männer-Bestellung muss ich mir eingestehen, dass ich den Schauspieler als ausgeliefert betrachte. 
Nun wird es im Blog um Koschka noch ruhiger werden. Der Grund: Ich verstehe mich nicht so im Gesäusel. Und genau das findet gerade statt. Koschka ist verliebt und säuselt verträumt vor sich hin. 
Nun genieße ich das mal (Neuheit!) und lass mir Zeit (Neuheit!) und finde es saugeil, im Frühling mal verliebt zu sein (Neuheit!).  
Bis auf weiteres fasse ich zusammen: 
Experiment geglückt, 
Mann ausgeliefert, 
Lieferung abgenommen, 
kleinere Mängel (Körpergröße, Alter) wurden zwar nicht behoben, allerdings mit anderen Gimmicks ausgeglichen. 
Gesamtlieferung für ausgezeichnet befunden. 
Lieferzeit: zügig! 
Lieferfirma: empfehlenswert!

Mittwoch, 14. März 2012

The week after...

"Warum soll ich heiraten und einen Mann unglücklich machen, wenn ich Single bleiben und tausend unglücklich machen kann" sagte Sarah Jessica Parker und spricht mir damit aus der Seele. 
Es war ein wundervolles erstes Date. Es war perfekt. Es gab die langstielige roséfarbene Rose zur Begrüßung, am Bahnhof Champagner aus dem Pappbecher, das ultimative Lachsfrühstück am nächsten Morgen, den Spaziergang an der Spree im Sonnenschein, das Dreigänge-Menu am Abend, stundenlange Gespräche und schließlich fantastischen Sex.

Und was war ich froh, dass meine Katzen nicht sprechen können, als ich Sonntagabend aus Berlin zurück war. Frau ist die Zweisamkeit nicht gewohnt und da wird es einem schon mal zu viel. 
Aber: Ich werde ihn entgegen meiner sonstigen Praxis nicht gleich zu Beginn wieder verdammen, nein nein nein. Ein bisschen verliebt bin ich ja schon. Anschauen werde ich mir ihn noch eine Weile. 
Denn es ist Frühling und da macht Verliebtsein sehr viel Spaß!  

Sonntag, 26. Februar 2012

Schlaues Kerlchen

Der Schauspieler hat eins nach nur sieben Tagen erkannt: 
Ich brauche keinen Mann, ich brauche Personal. 
Schlaues Kerlchen! Es entwickelt sich hervorragend. 

Mittwoch, 22. Februar 2012

Schon ausgeliefert?

Es ist schon Wochenende! Jawohl. Denn der Schauspieler und ich wollten am Ende dieser Woche telefonieren. Und heute hat er angerufen. 
Und hätte sich mein Akku nicht verabschiedet, dann telefonierten wir jetzt noch. 
Ok, ich bin nun ein bisschen verknallt. Und es ist ja wissenschaftlich erwiesen, dass in diesem Zustand der Körper die gleichen Hormone produziert, wie bei Schizophrenen. 
Deshalb ruhig Blut Brauner!
Ich werfe aber trotzdem mal kurz einen Blick auf meine Bestellliste, zum Zwischenabgleich. Ist er etwa schon die Lieferung?
Punkt 1 und 4 treffen nicht zu. Definitiv. 
Punkt 9 weiß ich nicht mehr, an dem Abend, als wir uns kennenlernten saß mein Ex neben mir. Da konnte ich mich nicht auch noch auf andere Männerdüfte konzentrieren. 
Punkt 12 kann ich noch nicht beurteilen. (Kopfkino, Kopfkino, Kopfkino)
Punkt 14 und 15 bleiben abzuwarten. 



Dienstag, 21. Februar 2012

Der Schauspieler spielt wieder mit

Gestern hat er sich gemeldet, der verschollen geglaubte Schauspieler. 
Er hat dreimal angerufen, einmal auf die Mailbox gequatscht und noch zwei SMS geschickt. 
Die Fakten:  
Wir haben 18 Minuten telefoniert (während ich beim Rosenmontagsball war).
Er hat eine Wahnsinnsstimme! (Ich bin verloren.)
Er ist nicht verheiratet. Das war eine klassische Fehlinformation meines Exfreundes, dieser Sack! 
Der Schauspieler ist Single. Und nett. Und seine Stimme ist toll. Bariton. Sagte ich das schon? (Hirn aus, Schmetterlinge auf Turbo, ich bin bescheuert)
Wir werden Ende dieser Woche wieder telefonieren. 
Schön langsam angehen lassen. 
Er wohnt weit genug weg. Das ist gut. Für den Moment sind 650 Kilometer nah genug.

Sonntag, 19. Februar 2012

Die Exfalle


Seit über einem Jahr hake ich meinen Ex ab. Und immer dann, wenn ich mich in der Überzeugung suhle, ich hätte es geschafft, falle ich mit Pauken und Trompeten wieder zurück und lass mich wieder an die Kette legen. Und das mir! 
Von Haus aus ein freiheitsliebender Mensch, der sich noch nie an Ketten hat legen lassen. Bei jedem Mann, der das bisher versuchte, war ich schneller weg, als der Auserwählte noch „Scheiße“ rufen konnte. 
Und dann kam er. War, wie ich zugeben muss, auch eine Bestellung beim Universum (aber wie ihr hier seht, keine sonderlich durchdachte). 

Diese Verbindung lässt sich in verschiedene Phasen einteilen, die ich regelmäßig mit leichten Abwandlungen durchlaufe:

Phase 0: Ich breche den Kontakt ab
Phase 1: Ruhe 
Phase 2: Harmlose SMS seinerseits - meist ohne Reaktion meinerseits
Phase 3: Tägliche SMS seinerseits - mit gelegentlicher Reaktion meinerseits
Phase 4: Tägliche SMS und Anrufe seinerseits - gelegentliches Telefonat
Phase 5: manchmal findet ein Treffen statt (schließlich sind wir ja "Freunde")
Phase 6: tägliches Telefonieren (Phase 6 dauert meist nur einen Tag)
Phase 7: Anrufe meinerseits - gelegentliches Entgegennehmen seinerseits
Phase 8: SMS meinerseits - sofortige Antworten seinerseits
Phase 9: SMS meinerseits - keine Reaktionen seinerseits
Phase 10 = Phase 0

Freundin Maya hatte mir dazu mal eine schöne Geschichte vorgelesen. Daran muss ich oft denken und ich will sie euch nicht vorenthalten: 

Das Loch in der Straße

Ich gehe eine Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren.

... Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.


Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.


Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle schon wieder hinein...
aus Gewohnheit.


Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine Schuld.
Ich komme auch sofort wieder heraus.


Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich gehe darum herum.


Ich gehe eine andere Straße.

Sogyal Rinpoche

Ich habe die andere Straße noch nicht gefunden. Ich habe nur eine leise Ahnung davon, an welcher Ecke ich abbiegen könnte. Naja, wenn ich ehrlich bin, habe ich es noch nicht mal geschafft, um das verdammte Loch drum rum zu laufen.
Stattdessen habe ich mich wieder einlullen lassen, um ein paar Tage danach überhaupt erst einmal zu  merken, dass ich eingelullt wurde.
Dabei kann ich ihm keinen Vorwurf machen. Er ändert sich nicht. Er ist immer gleich. Hat parallel seine zwei bis drei Miezen, die er aufgrund seines B-Promi-Status relativ einfach bekommt. Und die Harems-Chefin (das soll dann ich sein) muss auch immer schön in Reichweite bleiben. Ich will zwar ab und an abhauen, aber das gelingt nicht dauerhaft. 
Er stellt mich dann hin und wieder auch schonmal als seine Verlobte vor. Oder schickt SMS mit unmissverständlichem Inhalt, die keinen Zweifel daran lassen, dass ich ihm gehöre. Sonst keinem und schon gar nicht mir!

So und nun sitze ich hier. Immer noch allein. Bei Phase 0 angekommen. 
Der einzige Trost ist der: Ich merke es schneller, ich bin nicht mehr am Boden zerstört, es kostet nicht mehr Unmengen an Energie.
Aber frei bin ich trotzdem nicht. Und solange der Name dieses Mannes auf meiner Stirn tätowiert steht, wird sich kein anderer den Weg in mein Herz bahnen können. 

Ich erlege mir nun wieder einmal eine Kontaksperre auf. Keine SMS, keine Anrufe, keine Webcam, kein Googlen, kein Nachschauen auf seiner Homepage! Good Luck liebe Koschka, vielleicht gelingt es dir diesmal? Und wenn nicht, wäre es eventuell an der Zeit, an der Strategie etwas zu ändern?

Donnerstag, 16. Februar 2012

Der Quatsch wird immer Quätscher

Es gibt solche Zweiflertage. Diese "Geh mir mit deinem positiven Denken nicht auf den Sack" - Tage. Diese "Dieser Universumskram ist doch alles nur Verarsche"-Tage. Diese "Wenn mich jetzt noch einer angrinst, hau ich ihm eine rein" - Tage. 
Diese Tage eben. Und solch ein Tag war heute. Nicht der Erste seiner Art und sicherlich auch nicht der Letzte. 
An solchen Tagen brauche ich Beweise! Für mein rationelles Ego. 
Irgendeinen Beweis, der mir zeigt, dass dieser Universumskram eben keine Verarsche ist. Dass diese ganzen Bücher, die ich mittlerweile nach und nach gelesen habe, keine Zeitverschwendung waren. Meist bin ich sehr kreativ in der Beweis-Bestellung. Doch heute fehlte es mir sogar daran. 
Ich bestellte mir einen Beweis in Form eines Autos. Genau. Ich wollte einen Audi mit Bochumer Kennzeichen. Also nicht geschenkt oder vererbt. Nein, ich wollte einfach so einen Audi sehen. Sonst nichts. Und da ich täglich die A7 für ungefähr 45 Kilometer entlangheize, dachte ich auch, dass mein Beweis sicher bald auftauchen würde. 
Ich schaute in der Dämmerung auf jedes Nummernschild von jedem gottverdammten Audi, den ich sah. Ich schaute sogar auf die Nummernschilder der Gegenspur, sah aber sehr bald ein, dass das auf der Autobahn keine so gute Idee ist. (Außerdem sollte ich dringend mal wieder zum Sehtest.) 


Das Ende von der Autobahnfahrt war erreicht und kein Audi mit Bochumer Kennzeichen. Gut, in der Karnevalszeit verirren sich die Leute aus dem Pott vielleicht auch nicht so gern nach Bayern. 


Etwas enttäuscht ging ich zum Joggen. Die Laufrunde startet an einem klitzekleinen Parkplatz am Ende einer Einbahnstraße, direkt neben einem klitzekleinen Vereinsheim. Auf dem Parkplatz stand nur ein Auto als ich ankam. Ein Audi. 
Danke liebes Universum! Ein Audi mit Bochumer Kennzeichen. YESSSS! Was zu beweisen war.
Helau und Alaaf! 

Dienstag, 14. Februar 2012

Echte Kerle


Henning Baum verriet uns kürzlich in der "Für Sie", dass jeder Mensch erst mal spirituell ist, "doch viele entfernen sich sehr weit davon, werden sehr rational." 

Ich gebe zu, ich habe mich bisher nicht wirklich mit diesem Mann beschäftigt, der für mich den Typus "durchtrainierter kanadischer Holzfäller mit Blockhaus am See" verkörpert. Und ich war überrascht, dass der Kerl über Spiritualität redet. 
Ich habe sehr wenige männliche Bekanntschaften, die in meiner Gegenwart jemals das S-Wort in den Mund genommen hätten. Dafür tummeln sich in meinem Freundeskreis viele Rationalisten: Physiker, Geologen, Ärzte, Mathematiker, Elektrotechniker, die sich allesamt dadurch auszeichnen, dass Spiritualität und im Besonderen der Umgang mit dem Gesetz der Anziehung oder der Tatsache, dass meine Gedanken mein Leben erschaffen, für sie so weit weg ist, wie für mich dreißig Klimmzüge mit nur einem Arm.
Ich ertappe mich sogar regelmäßig dabei, wie ich einschlägige Literatur zum Thema Spiritualität verstecke, hat sich einer meiner rationalen Freunde zu Besuch angekündigt. 
Aber am Ende täusche ich mich womöglich?  
Gibt es viel mehr Menschen da draußen, die in der Schublade im Nachtkästchen "Ein Kurs im Wundern" liegen haben?
Freuen würde es mich ja. 

Und vielleicht liest es sich manchmal so, als ob ich das Thema "Bestellung beim Universum" nicht immer sonderlich ernst nehme. Haha! Das muss ich aber auch nicht. Beim Wünschen darf man den Spaß an der Sache nicht verlieren. Alles schön locker sehen. Wenn es klappt, freut man sich wie oll und wenn es nicht klappt: Scheiß doch der Hund drauf!  

Henning Baum würde übrigens gut zu meiner Bestellung passen, liebes Universum. Na gut, er ist verheiratet und so. Ich wollte es ja auch nur mal kurz erwähnen. 

Samstag, 11. Februar 2012

Warten oder Jagen?


Sich finden lassen oder selber aktiv werden?
Männer wollen jagen. Das zumindest wird uns Frauen immer wieder verklickert. Ein Mann will eine Frau erobern. Er braucht dieses Gefühl, sich richtig ins Zeug gelegt zu haben, nur damit sie ihn erhört. Je schwieriger die Frau zu kriegen ist, desto aktiver wird der Jäger. 
Es widerstrebt mir etwas, mich als Wild wahrnehmen zu müssen. Zugegeben. Ist aber nun mal so.
Was aber passiert, wenn sich die Frau nicht mehr als Wild sehen will, sondern selbst zur Jägerin wird?
Welcher richtige Kerl will von einer Frau erobert werden? Und ist Frau auf Dauer glücklich, wenn sie selbst erobert hat? 

Ich habe mir einen Mann bestellt. Ist bekannt. Aber warum beim Universum? Warum tigere ich nicht los und suche mir aktiv ein Exemplar? Schließlich bin ich schon groß und auch nicht gerade schüchtern. 
Die Antwort ist kurz: Ich will nicht!
Ich lebe weiter wie bisher, beschäftige mich höchstens hier im Blog mit dem Thema Männer, rege mich hin und wieder über den Ex auf (ist das schon Gewohnheit?) und die Bestellung läuft sozusagen nebenher. Sie stört nicht weiter.
Ich warte nicht darauf, dass geliefert wird. Ich sitze nicht zu Hause und hoffe, wünsche, flehe.
Um es mal platt zu formulieren: Wenn ich mir bei Amazon ein Buch bestelle, sitze ich dann auf dem Sofa und warte die zwei Tage, bis der Postmann zweimal klingelt? (Kommt auf den Postmann drauf an) Natürlich nicht! Und ich wiederhole auch nicht ständig meine Bestellung. Weil es nichts bringt. 
Oder wie meine Freundin Maya sagt: "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." (Das hat sie auch geklaut, weiß aber nicht mehr von wem.)
Im Übrigen auch ein sehr wichtiges Detail beim Wünschen: Ich bin mir sicher, dass geliefert wird! Ich weiß nur nicht genau wann und wo und wie. Das muss mich aber auch nicht interessieren! 

Donnerstag, 9. Februar 2012

Bestellungsergänzung - die Erste

Liebes Universum, ich hätte da zu meiner Bestellung noch eine Anmerkung. Falls du sie schon losgeschickt hast, dann bitte vergiss diese Nachricht. Dann ist natürlich schonmal alles geritzt!
Sollte meine Bestellung bei dir allerdings so rübergekommen sein, als hätte ich es nicht so eilig: Richtig! Völlig korrekt Alder! 
Das heißt, bis vor zehn Minuten war das völlig korrekt. 

In meinem Briefkasten lag ein grüner Umschlag mit der Aufschrift: "Koschka + ?"
Voller Vorfreude und Neugier öffnete ich denselben. Es kam eine Einladung zu einer Hochzeit zum Vorschein. 
Erster Gedanke: Ach stimmt ja, die heiraten dieses Jahr.
Zweiter Gedanke: Ich hasse Hochzeiten!
Dritter Gedanke: Was macht eigentlich meine Bestellung?


Um es kurz zu machen: Der Mann sollte bis spätestens Mitte April auf der Matte stehen. Ich habe nämlich keinen Bock, schon wieder allein auf eine Hochzeit zu tigern. Danke dir!!! Du verstehst das sicher! Es sei denn, du hattest die Auslieferung auf der Hochzeit geplant. Das wäre natürlich megaromantisch! In dem Fall würde ich mich mit einem Liefertermin Anfang Mai auch zufrieden geben. Viele Grüße nach oben - unten - vorne - hinten. Deine Koschka!

Mittwoch, 8. Februar 2012

Der Schauspieler

Ich weiß nun, dass er verheiratet ist. Außerdem ist er vier (!!) Zentimeter kleiner als ich. So etwas erfährt man unauffällig in diversen Schauspieler-Karteikarten im Internet. 
Daraus folgt: Es kann sich unmöglich um meinen bestellten Mann handeln! 
Trotzdem habe ich ihm heute eine SMS geschickt. Warum? 
Na, könnte ja sein, dass meine Mail gar nicht angekommen ist, sein Computer einem Wasserrohrbruch zum Opfer fiel oder es ist ihm ein Sack Mehl auf den Kopf gefallen und er verlor vorübergehend das Gedächtnis
Alles ist möglich und alles liefert mir einen Grund, mich unter Umständen zum Brot zu machen. Und das wieder einmal für einen Kerl, den ich nicht will. 
Mein Ego und ich haben da wirklich ein kleines Kommunikationsproblem!
Einen Vorteil gibt es, sollte ich nichts mehr von ihm hören: Dann hatte ich wiedermal das letzte Wort! Yes! 
Alles was kompliziert ist, ist nicht gut. 

Sonntag, 5. Februar 2012

Keine Schnellschüsse!

Hier noch eine Warnung, untermauert mit einer Geschichte aus meinem unendlichen Fundus an Wunscherfahrungen.
Überlegt euch ganz ganz ganz genau, was ihr bestellt. Solltet ihr in Versuchung kommen, es mir nachzutun.
Ich bestellte mir vor zwei Jahren in Feierlaune gemeinsam mit meiner Freundin einen Mann.
Wäre doch gelacht, wenn das bei uns nicht funktioniert!
Nun funktioniert hat es und zwar umgehend und genau nach Bestellung!
Die Bestellung damals lautete ungefähr so:
"Ich bin ja gar nicht mehr so anspruchsvoll! Er muss mich nur zum Lachen bringen, muss ne geile Stimme haben, größer sein als ich und der Sex muss gut sein. Das wars schon. Äußeres is mir nicht so wichtig." Gesagt und geliefert sag ich da nur.
Er ist größer als ich, die Stimme finde ich Wahnsinn (das ist auch mein Verderben, da wir viel telefonieren) und lustig ist er auch (manchmal) und der Sex war gut (am Anfang). Der Rest? Er ist fast so alt wie mein Vater, wohnt 700 Kilometer von mir weg, war früher Zuhälter, ist vorbestraft, kokst, hat unzählige uneheliche Kinder und neben mir gab es noch unzählige andere Frauen gleichzeitig. Ich brauchte ein halbes Jahr, bis ich das alles schnallte und ein weiteres Jahr bis ich es endlich beenden konnte. Ja ich weiß... 
Also Augen auf beim Männerkauf! Denkt an meine Worte und geht die Liste besser nochmals durch.
Im Nachhinein kommt mir die Lieferung von damals vor, wie der Sommerschlussverkauf des Universums. Sobald eine mal nicht aufpasst: Zack Bumm Päng! Raus mit den Ladenhütern!

Die Basics - Teil 3: Die Wunschzeremonie

Im Grunde hätte das eigentlich der Teil 1 der Basics werden  müssen, aber verzeiht mir, ich bin eben ein zerstreuter Mensch.
Also noch mal von vorne: Was spielte sich ab in dem magischen Moment, als ich meine Liste fertig hatte, um sie in den unendlichen Kosmos zu schießen?
Da gestern kein Vollmond war, ich aber Teil 2 der Basics absolut gar nicht beherrsche, hab ich auf den Vollmond verzichtet. Ich habe meinem Kater zwei Schnurrbarthaare ausgerissen und der Katze dreimal ins Gesicht gepustet. Für beides einen gezielten Batscher auf den rechten Handrücken bekommen, den ich dann erstmal verarzten musste.
Anschließend bin ich mit Räucherkerzen in jede Ecke meiner Wohnung und habe diese von bösen Geistern gesäubert mit dem magischen Spruch: Verpisst euch!
Angezündet habe ich die Räucherkerzen nicht, das stinkt so und die Katzen mögen das auch nicht. Die waren ja eh schon sauer und übertreiben wollte ich es nun wirklich nicht.


Nachdem die Wohnung gereinigt war (also nur von den bösen Geistern, nicht von Staub oder herumliegenden Papierstapeln und bügelwilliger Wäsche) schmiss ich die Schnurrbarthaare meines Katers in den Müll und setzte mich ruhig hin.
Im Hintergrund lief lautstark "Krawall und Remmidemmi" in der Version von Rotfront Emmigrantski Raggamuffin.
In der richtigen Stimmung angekommen, verlas ich  meine Liste. Und zwar so, als ob der Kerl schon da wäre. Also ungefähr wie: Ich bin glücklich mit meinem Liebespartner George Clooney und freue mich bis zur Extase. Bei diesen Gedanken verweilte ich eine gefühlte viertel Stunde.
Die Bestellung übergab ich sinnbildlich an das Universum (das bei mir immer mehr die Gestalt von Mickey Mouse annimmt) und bedankte mich (Bedanken ist ganz ganz wichtig, ich kann es nicht oft genug wiederholen!!).
Ich spürte auch so etwas wie Vorfreude auf die kommenden Jahre mit meinem Adonis. Und nun heißt es, dran glauben und Geduld haben - und - wer hat aufgepasst? Genau! Loslassen!  

Samstag, 4. Februar 2012

Ex-Akte

Das mit dem verliebt sein hat genau drei Minuten funktioniert.
Dann kam eine SMS von meinem Ex, der schon seit über einem Jahr mein Ex ist. Mit dem ich aber leider immer wieder eine Affäre angefangen habe. Und diese Affäre hat irgendwie nie ein klares Ende erlebt. Und so eine SMS haut mich dann doch tatsächlich mal kurz wieder aus der Kurve. Auch wenn da nur "Hallo du Süße, dicker Kuss" auf dem Display steht. Das liest sich ja so mal nicht schlecht. Wenn man ihn nicht kennt. Wenn man ihn kennt, dann weiß man, dass das gar nichts zu bedeuten hat. Er hätte auch schreiben können: "Ganz schön kalt heute." Und das ist ja das Schlimmste daran. Ich weiß wie er ist und doch bringt er mich immer wieder durcheinander. Und ich denke dann wieder an ihn. Viel zu lang. Verdammt! Shit! Damn!

Und während ich an diesem Post hier schreibe, ereilt mich die nächste SMS von ihm: "Bin bei Ikea." Bevor ich anfange, zu überlegen, was er mir damit sagen will, antworte ich: "Herzlichen Glückwunsch!" und mache das Handy für heute aus. Oder sagen wir für die nächsten zwei Stunden. Schließlich ist heute Samstagabend!!! Und ich habe eine Bestellung am Laufen. Nicht vergessen! Immer schön auf Empfang schalten.

Naja, ich fürchte die Bestellung beim Universum bekommt wohl gerade im Moment die ersten Versandprobleme.

Die Basics - Teil 1: Sei verliebt!

Sei verliebt! Das ist im Übrigen einer der besten Tipps, den ich jemals gelesen habe. Aber auch einer, der am schwersten umzusetzen ist wenn man nun mal im Moment so gar nicht verliebt ist.
Trotzdem! Tu so als ob. Das hilft nämlich die eigene Ausstrahlung zu pushen und zwar enorm! Also Koschka, erinnere dich, wie es war, als du verliebt warst. Oh man, wann war das? Ach stimmt, so lang ist das noch gar nicht her. In diesen DJ, der mit dem Grübchen in der rechten Wange. Stopp! Anderes Thema.
Verliebt sein. Wie bewegt man sich, wenn man verliebt ist? Wie schaut man die Leute im Supermarkt an? Ach du Scheiße, apropo Supermarkt! Und das Lauftraining steht auch noch an und Auto wollte ich noch waschen.
Ja dann nix wie raus in die Kälte! Ich werde jetzt mal verliebt in den Supermarkt fahren. Schwebend. Wie eine Elfe. Bis später!

Don't call me Leberwurst!

Hier ein kleiner Querverweis auf meinen anderen Blog, den ich  mir an dieser Stelle erlaube.


 Koschkas Remmidemmi Blog: Don't call me Leberwurst! 


So soll es nämlich ab heute nicht mehr laufen! Niemand called me mehr Leberwurst. Also liebes Universum, falls du das vielleicht noch mit einbauen könntest. Dank dir auch recht schön! (Nie das Danken vergessen! Das ist das A und O beim Bestellen!) 



Wunscherfolge

Für die Zweifler unter euch, hier mal eine kleine Auswahl meiner bisherigen "Wunscherfolge". Die so genannten gelieferten Bestellungen vom Universum.

Als da wären natürlich unzählige Parkplätze. Ich parke normalerweise völlig problemlos direkt vor den Eingängen ausverkaufter Veranstaltungshallen (legal versteht sich), so nah wie möglich am Arbeitsplatz obwohl akuter Parkplatzmangel herrscht, in der Münchner Innenstadt und das auch noch sehr günstig für zwei Euro am Tag und bei meiner Freundin in Berlin in Prenzlauer Berg direkt vor deren Haus, nachdem sie mir ausführlich erklärte in welchen Straßen um die Ecke ich überall noch schauen könnte.

Kürzlich wünschte ich mir an einem völligen Frusttag eine Nachricht von irgendeinem netten Mann. Ob ich ihn schon kenne oder nicht, war egal. Er soll sich übers Handy oder bei Facebook melden und zwar bis 19 Uhr. Und Päng! Um Schlag 19 Uhr hatte ich eine Nachricht bei Facebook von einem sehr guten Freund, von dem ich schon seit Wochen nichts mehr gehört hatte.

Und da war noch eine Wunscherfüllung für die Promijäger unter euch. Zwei Musicalkarten für das Musical Hinterm Horizont mit anschließender Party und Kennenlernen von Udo Lindenberg. (Ja ich bin ein Udo L.-Fan, seit meiner Geburt sozusagen. Punkt.)
Jawoll, der Wunsch ist eingetreten. Mehr will ich dazu hier aber nicht schreiben. Das fällt dann unter Datenschutz oder sonstigen Schutz.

Mit den kleinen "Ich will, dass der Pickel morgen weg ist!" oder "Bitte schick mir eine SMS, du blöder Arsch!" - Wunscherfüllungen verschone ich euch an dieser Stelle.

Wie es bei mir funktioniert mit dem Wünschen schreibe ich euch hier Post für Post in der Daily Soap "die Basics!". (Spannungsbogen aufgebaut!)


DIE BESTELLUNG

Meine Bestellliste (sie liest sich etwas - nuja - ich bin vorsichtig geworden...):

  • Er ist so alt wie ich, plus minus 4 bis 5 Jahre (also 31 bis 41, für die, die es genau wissen wollen)
  • Er bringt mich zum Lachen
  • Er hat wunderschöne Augen (zu platt?) und noch seine eigenen weißen und gesunden Zähne (ja, das ist nicht zu verachten das Thema!)
  • Er ist größer als ich (oder gleichgroß oder max. 2 bis 3 cm kleiner)
  • Er ist intelligent (-er als ich)
  • Er interessiert sich für mich und mein Leben
  • Er ist sportlich (und das bezieht sich auf das aktive Betreiben von Sport, nicht auf den Experten in Sachen Sportschau!)
  • Wir haben einen ähnlichen oder denselben Musikgeschmack (Sex, Drugs & Rock n Roll!)
  • Er riecht gut
  • Er ist Single und bereit für eine Beziehung 
  • Er ist gesund (also eine Erkältung ist ok, aber bei Fußpilz fange ich schon das Grübeln an)
  • Der Sex ist phantastisch! (wichtig!)
  • Er hat eine tolle Stimme (warum bin ich eigentlich so auf Stimmen fixiert? Fall für den Psychoanalytiker?)
  • Er ist nicht perfekt aber er passt perfekt zu mir (eigentlich ich könnte die Liste auf diesen Punkt reduzieren!)
  • Ich bin glücklich mit ihm - Punkt!
Liebstes Universum, bitte schicke mir genau solch einen Mann oder - wenn du hast - einen noch Besseren. Aber nur, wenn das für das große Ganze (und so weiter) auch richtig und gut ist. Aber da hab ich jetzt mal gar keine Sorge. Ich danke dir von Herzen!! Juhuu! Ich freu mich schon! 

Tag 1: Alles auf Anfang

Ich habe sie alle gelesen, die Bücher vom Universum. 
Pierre Franckh habe ich verschlungen, Bärbel Mohr ebenfalls (sind ja auch dünne Bücher), Secret war ein Weihnachtsgeschenk, "Aufwachen dein Leben wartet" von Lynn Grabhorn habe ich zu meiner Bibel ernannt (gleich neben den Texten von Udo Lindenberg). Und nicht zuletzt ist "Der spirituelle Lebensratgeber" ein ebensolcher für mich geworden. 
Ich habe mir auch schon viel bestellt beim Universum. So richtig nach Anleitung - und siehe da, es funktioniert. 
Alles mögliche habe ich schon erhalten (da lohnt sich ein extra Post) aber an ein Thema habe ich  mich nun seit Jahren nicht mehr rangetraut. Das Thema um das es hier geht. Ich bestelle mir einen Mann. 
Warum ich  mich nicht getraut habe? Gebranntes Kind und so. Ich war nicht soweit. Ich hatte Schiss, dass er vor mir steht und ich ihn doch nicht will. Klingt bescheuert, ich weiß. Aber jetzt ist es soweit, ich wage es. (Wirklich?) 
Und den ersten Bestellungsfehler habe ich nun auch schon begangen: Man soll nämlich nicht über seinen Wunsch reden, solang er nicht erfüllt ist. Aber ich rede ja nicht, ich schreibe nur. Also klappts vielleicht doch? Wir werden sehen!